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23. Februar 2021

Freiheitliche Bauern wollen echte Verbesserungen für Vorarlberger Landwirte!

Robert Blum, Spitzenkandidat der Freiheitlichen Land- und Forstwirte bei der Landwirtschaftskammer-Wahl: „Der ÖVP-Bauernbund hatte jahrelang Zeit, um Lösungen für die heimischen Landwirte umzusetzen. Passiert ist nichts!“

Anlässlich der Landwirtschaftskammer-Wahl, die vom 21.2. bis zum 5.3.2021 als Briefwahl stattfindet, haben heute die Freiheitlichen Bauern eine Pressekonferenz abgehalten. Robert Blum, Spitzenkandidat der Freiheitlichen im Wahlkörper der Land- und Forstwirte, Elmar Nöckl, Freiheitlicher Spitzenkandidat im Wahlkörper der land- und forstwirtschaftlichen Dienstnehmer und der Freiheitliche Landwirtschaftssprecher im Vorarlberger Landtag, Daniel Allgäuer, haben dabei die Themenschwerpunkte zur Wahl und die Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Wochen und Monate präsentiert.

Forderung nach sofortiger Öffnung der Gastronomie

Ganz oben auf der Themenpallette steht natürlich auch bei der heimischen Landwirtschaft die Corona-Krise. „Viele Landwirte leiden vor allem am Dauer-Lockdown für die Gastronomie- und Tourismusbetriebe, weil dadurch die Nachfrage nach den erzeugten Produkten unserer Landwirte in diesem Bereich stark eingebrochen ist“, erklärt Robert Blum, Spitzenkandidat der Freiheitlichen Land- und Forstwirte. Für Blum ist deshalb klar: „Als Vertreter der Vorarlberger Landwirte sprechen wir uns für die sofortige Öffnung der Gastronomie und Hotellerie aus und fordern diese auch ein. Das brauchen die Gastronomiebetriebe, aber auch die Vorarlberger Landwirte.“ Kritik üben die Freiheitlichen Bauernvertreter in dieser Frage an Landwirtschaftskammerpräsident Moosbrugger (ÖVP-Bauernbund). „Es stellt sich schon die Frage, wieso sich der schwarze Landwirtschaftskammerpräsident nicht deutlich zu Wort meldet und ebenfalls die für unsere Landwirte so wichtige Öffnung der Gastronomie fordert. Das wäre eigentlich die Aufgabe eines Interessensvertreters. Aber der Landwirtschaftskammerpräsident ist wohl auch hier mehr ein Vertreter der schwarzen Parteiinteressen, als ein Interessensvertreter für unsere Vorarlberger Bauern“, spricht Blum Klartext. Für ihn sei jedenfalls klar: „Wir setzen uns für unsere Bauern ein und das heißt für uns auch ein Einsatz für das Öffnen der Gastronomie.“

Erlass der Sozialversicherungsbeiträge als echte, unbürokratische Corona-Hilfe für Landwirte

Auch wenn es um notwendige Corona-Hilfe für die Landwirtschaft gehe, könne laut den Freiheitlichen von einer starken Unterstützung und von einer starken Interessensvertretung durch den ÖVP-Bauernbund keine Rede sein. „Die Hilfspakete, die bisher zur Auszahlung gekommen sind, haben in Wahrheit den Namen nicht verdient. Es braucht dringend weitere Hilfen. Wir treten dafür ein, dass für alle Bäuerinnen und Bauern die Sozialversicherungsbeiträge für die Zeit der Corona-Krise – also für die Jahre 2020 und 2021 - erlassen werden. Das wäre eine echte und unbürokratische Hilfe und Entlastung für unsere Bauern“, stellt Blum klar.

Endlich Maßnahmen zur Stärkung der Regionalität umsetzen

Die Corona-Situation habe den Menschen – aber auch der Politik - ganz klar vor Augen geführt, wie wichtig die regionale Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln sei, stellte der Spitzenkandidat der Freiheitlichen Land- und Forstwirte fest. Jetzt gelte es, dieses Umdenken durch eine Stärkung der Regionalität mit konkreten Maßnahmen langfristig zu erhalten und weiter auszubauen. Die Freiheitlichen fordern deshalb etwa eine ganz klare Herkunftskennzeichnung für alle Lebensmittel und eine stärkere Verwendung regional hergestellter Produkte im öffentlichen Bereich, etwa in den Küchen unserer Spitäler. Wenn jetzt auch der Bauernbund diese Forderungen vor der Wahl erhebe, sei das wenig glaubwürdig. „Der ÖVP-Bauernbund hatte jahrelang Zeit, um Lösungen für die heimischen Landwirte umzusetzen. Passiert ist nichts“, sprach Daniel Allgäuer die Versäumnisse zum Schaden der Vorarlberger Landwirte klar an.

Forderung nach gerechter Lösung für Landwirte beim Schlachthof

In diesem Zusammenhang fordern die Freiheitlichen Bauernvertreter auch eine gerechte Lösung für die Bauern beim Thema Schlachthof. „Wenn nun, laut den Plänen der Landesregierung und von Landwirtschaftskammerpräsident Moosbrugger, die Verarbeitung, die Vermarktung und der Verkauf zu 100 Prozent durch den privaten Kooperationspartner erfolgen soll, dann sind am Ende die Vorarlberger Bauern die Verlierer. Wir wollen ein Genossenschaftsmodell, mit dem eine gerechte Beteiligung für alle Bereiche, also für die Schlachtung aber auch für die Verarbeitung und den Verkauf sichergestellt wird“, so Blum.

Umfassender Schutz der Nutztiere

Neben verstärkten Maßnahmen gegen die Ausbreitung von TBC, haben die Freiheitlichen auch eine klare Haltung in der zunehmenden Wolfsproblematik. Elmar Nöckl, Freiheitlicher Spitzenkandidat im Wahlkörper der land- und forstwirtschaftlichen Dienstnehmer machte klar: „Der Wolf hat heutzutage keinen Platz mehr in unserem Lebensraum.“ Es müsse zum Schutz der Nutztiere die Möglichkeit geschaffen werden, sogenannte „Problemwölfe“ rasch zu entnehmen.“ 

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