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29. April 2021

FPÖ, SPÖ und NEOS fordern Verbesserungen für Kinder und Schulen im Inklusionsbereich

Oppositionsparteien stellen gemeinsamen Antrag auf Einrichtung einer „Inklusions-Assistenz“

Mangelhafte und nicht rechtzeitige Kommunikation und ein Defizit an notwendiger Sensibilität seitens der Bildungsdirektion sorgen im Inklusionsbereich bei den betroffenen Eltern, aber auch bei vielen Lehrpersonen immer wieder für großen Unmut. Das haben zuletzt etwa die Schließung des Lern- und Sprachraumes Rankweil oder die Schließung des Pädagogischen Förderzentrums in Feldkirch gezeigt. Auch ein kürzlich erfolgtes Gespräch mit der ressortverantwortlichen Bildungslandesrätin mit den Leitungen der Sonderschulen in Vorarlberg sei aus Sicht von FPÖ, SPÖ und NEOS, der drei Oppositionsparteien im Vorarlberger Landtag, wenig zufriedenstellend verlaufen. Laut Andrea Kerbleder (FPÖ), Thomas Hopfner (SPÖ) und Sabine Scheffknecht (NEOS) ist jedenfalls offenkundig, dass es Verbesserungen für Kinder und Schulen im Inklusionsbereich bedarf und beim Weg von der Integration zur Inklusion eine professionelle Begleitung dringend notwendig ist.

In einem gemeinsamen Antrag fordern deshalb FPÖ, SPÖ und NEOS die Vorarlberger Landesregierung auf, gemeinsam mit der Bildungsdirektion eine „Inklusions-Assistenz“ einzurichten und budgetäre Mittel für pädagogische Begleitprozesse zur Verfügung zu stellen. Ziel muss die professionelle Begleitung aller Schulpartner (Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern, Standortgemeinden) auf dem Weg zur schulischen Inklusion sein. Speziell zu berücksichtigen ist dabei auch die Situation jener Kinder mit Unterstützungsbedarf, die nicht ausdrücklich einen ‚gutachterlich nachgewiesenen‘ sonderpädagogischen Förderbedarf aufweisen.

„Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf müssen gerade auch im Schulbereich in ihrer Entwicklung und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend bestmöglich gefördert werden. Diese bestmögliche Unterstützung war aufgrund der aufgezeigten Defizite in der Vergangenheit nicht immer gegeben – das wollen wir im Sinne der Kinder und aller Beteiligten gemeinsam ändern“, umreißt die FPÖ-Bildungssprecherin und Antragsinitiatorin Andrea Kerbleder die Intention der gemeinsam mit SPÖ und NEOS eingebrachten Landtagsinitiative.

FPÖ, SPÖ und NEOS sind sich darüber einig, dass es in der Frage der Inklusion immer um die beste Lösung für das betreffende Kind gehen muss. „Nur wenn das einzelne Kind, seine individuelle Persönlichkeit und sein Lernvermögen in den Mittelpunkt des inklusiven Lernens gestellt wird, dann kann Inklusion auch wirklich gelingen“, betont der SPÖ-Bildungssprecher, Klubobmann Thomas Hopfner.

Für die drei Oppositionsparteien ist das Thema der Inklusion ein sensibles und vielschichtiges. NEOS-Bildungssprecherin Sabine Scheffknecht weist auf die Wichtigkeit einer professionellen Begleitung von Inklusions-Prozessen hin: „Im schulischen Bereich müssen alle Schulpartner - Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern sowie die Standortgemeinden - frühzeitig mit eingebunden werden, denn nur so kann gewährleistet werden, dass es auch wirklich zur besten Lösung für das einzelne Kind kommt!“

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