Klien verweist darauf, dass die Betreuung zu Hause für viele Familien eine enorme körperliche, psychische und finanzielle Belastung darstellt: „Diese Menschen übernehmen Verantwortung, arbeiten oft rund um die Uhr und fallen dabei selbst häufig durch das soziale Netz. Diese Situation wollen wir deutlich verbessern.“
Vorarlberg verfüge bereits über gute Entlastungsangebote wie Urlaubs- oder Überleitungspflege sowie fachliche Begleitung, so Klien. Nun brauche es aber einen nächsten Schritt: die Ausweitung des Modells zur Anstellung pflegender Angehöriger, wie es bereits in der Integrationshilfe erfolgreich erprobt wurde. „Das Pilotprojekt zeigt klar, dass neue Beschäftigungsformen funktionieren können. Auch das Modell der Arbeiterkammer liegt am Tisch. Jetzt müssen wir diese Erfahrungen nutzen.“
Ziel sei es, pflegenden Angehörigen arbeits- und sozialrechtliche Sicherheit, professionelle Begleitung sowie eine stabile finanzielle Basis zu bieten. „Damit stärken wir nicht nur die pflegenden Angehörigen, sondern ermöglichen älteren Menschen, länger im vertrauten Umfeld zu bleiben. Das ist im Interesse der Betroffenen, der Familien und des gesamten Sozialsystems“, so Klien.
Die Vorarlberger Freiheitlichen brachten daher heute gemeinsam mit dem Regierungspartner einen entsprechenden Antrag ein, der darauf abzielt, die Ausweitung der Anstellung von pflegenden Angehörigen zu prüfen.