Als „längst überfällig” bezeichnet FPÖ-Frauensprecherin Nicole Feurstein-Hosp eine echte gesellschaftliche und politische Anerkennung von Betreuungs- und Pflegearbeit. „Kinderbetreuung, Pflege und der Zusammenhalt einer Familie sind harte, wertvolle Arbeit auch wenn sie meist unbezahlt und oft unsichtbar geleistet wird”, so Feurstein-Hosp.
Deutliche Worte findet die Abgeordnete für die jüngste Aussage von ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker, Kinderbetreuung sei „keine Arbeit”: „Eine solche Entgleisung ist gegenüber all jenen Frauen, die Tag für Tag Unglaubliches leisten, ein Schlag ins Gesicht. Wer an der Spitze der Bundesregierung steht, sollte die Lebensrealität dieser Frauen kennen und sie nicht kleinreden.”
Tausende Frauen im Land würden diese Leistung tagtäglich erbringen. „Care-Arbeit ist das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft steht. Wer sie kleinredet, verkennt ihren Wert”, betont Feurstein-Hosp weiter.
Die Abgeordnete fordert konkrete Maßnahmen statt Lippenbekenntnissen: „Diese Leistung muss sich in allen Lebensbereichen niederschlagen. Ob bei der Pension, bei der finanziellen Absicherung oder bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nicht in Sonntagsreden, sondern in konkreter Politik”, so Feurstein-Hosp.
Als Frau, Mutter und Politikerin sei ihr das Thema ein Kernanliegen: „Familienarbeit ist kein Randthema. Sie verdient Respekt und zwar in Taten, nicht nur in Worten.”