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31. August 2021

Bitschi zu Personalmangel in der Pflege: „Landesregierung schafft seit Jahren keine Verbesserungen“

FPÖ-Landesobmann Christof Bitschi: „Die zuständige Soziallandesrätin muss nicht den Personalmangel beklagen, sondern sie muss ihm durch die Umsetzung wirksamer Maßnahmen endlich entgegentreten“

Dass Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) gestern von einer „sehr, sehr angespannten personellen Situation“ im Pflegebereich berichtet hat, ist für FPÖ-Landesobmann Christof Bitschi nichts anderes als ein „Eingeständnis des eigenen schwarz-grünen Scheiterns bei der Bekämpfung des längst bekannten Personalmangels im Pflegebereich“.

„Seit Jahren – und nicht erst seit Corona – ist der Personalmangel ein massives Problem und seit Jahren schafft die Landesregierung keine Verbesserungen, ganz im Gegenteil“, zeigt Bitschi auf. „Die Tatsache, dass in Vorarlberg Pflegebetten nicht belegt sind, gleichzeitig aber viele Pflegebedürftige auf einen Heimplatz warten müssen, ist schlicht und ergreifend inakzeptabel.“

Der FPÖ-Landesobmann verlangt deshalb jetzt endlich konkrete Verbesserungsschritte. „Die zuständige Soziallandesrätin muss nicht den Personalmangel beklagen, sondern sie muss ihm durch die Umsetzung wirksamer Maßnahmen endlich entgegentreten!“

Die notwendigen Vorschläge und Maßnahmen liegen laut Bitschi längst auf dem Tisch. „Klar ist: Damit sich mehr Personen für einen Pflegeberuf entscheiden, müssen die Rahmenbedingungen endlich verbessert werden.“ Vor allem, so der FPÖ-Landesobmann, brauche es eine „faire Entlohnung sowohl für das bestehende Pflegepersonal, als auch für jene, die eine Pflegeausbildung machen“. „Es kann nicht sein, dass man während der Pflege-Ausbildung großteils mit einem minimalen Taschengeld abgespeist wird. Hier braucht es eine deutliche Verbesserung, vergleichbar der Entlohnung, wie sie etwa Polizeischüler erhalten.“

Ein wesentlicher Beitrag, um die Personalsituation in den Pflegeheimen zu entschärfen, ist für Bitschi auch die Stärkung der Pflege zu Hause. „Vor allem die Verbesserung der Rahmenbedingungen für pflegende Angehörige durch die schnellstmögliche Umsetzung des fixfertigen AK-Modells zur Anstellung pflegender Angehöriger in Vorarlberg muss endlich umgesetzt werden. Bei diesem Modell erhalten pflegende Angehörige 1.700 Euro monatlich, wenn sie ihre Angehörigen ab Pflegestufe 5 in Vollzeit pflegen. Dadurch könnten es sich viel mehr Angehörige wirklich leisten, die Pflegetätigkeit in der Familie zu übernehmen, was wiederum die Situation in den Pflegeheimen entschärft. Es ist völlig unverständlich, dass die Landesregierung nicht bereit ist, dieses Modell umzusetzen“, so Bitschi.

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