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02. August 2019

Allgäuer zum INTEGRA-Prüfbericht: „Erschreckende Erkenntnisse und erhebliche Missstände treten zutage“

Allgäuer wird Kontrollausschuss einberufen.

„Unternehmen, die so wie die INTEGRA, zum überwiegenden Teil über Steuergelder finanziert werden, haben ordentlich zu arbeiten. Dass das über weite Strecken nicht der Fall war, hat der heute präsentierte Prüfbericht des Landes-Rechnungshof schonungslos offengelegt. Hier sind erschreckende Erkenntnisse und erhebliche Missstände zutage getreten. Besonders skandalös ist die im Zuge der Prüfung bewusst unternommene Täuschung des Landes-Rechnungshofes im Zusammenhang mit der Offenlegung aller Konten und Sparbücher sowie dem Personalakt des fragwürdigen Bereichsleiters. Hier gibt es noch umfassenden Diskussionsbedarf und wir werden uns im Rahmen eines Kontrollausschusses umfassend mit dem Bericht auseinandersetzen“, kündigt der Obmann des Kontrollausschusses im Vorarlberger Landtag, FPÖ-Klubobmann Daniel Allgäuer, die Einberufung einer Ausschusssitzung an.

„Die Liste der vom Landes-Rechnungshof festgestellten Defizite bei der INTEGRA ist ausgesprochen lang und unterstreicht den Handlungsbedarf: Verstöße der Geschäftsführer bei der Zeichnung von Verträgen, strukturelle Mängel innerhalb der Gesellschaft, Schwächen bei der Personalentwicklung und der Personalverwaltung, unterschiedliche Arbeitszeitmodelle mit Ungleichbehandlung von Mitarbeitern, Sicherheitslücken beim Zahlungsverkehr, kritisch hinterfragte großzügige Sozialleistungen, mehrere Auffälligkeiten eines Bereichsleiters, problematische Kassaführung, signifikante Kontrolllücken im Finanzbereich, erhebliche Mängel bei der Buchführung und Bilanzierung, ein nicht in der Buchhaltung erfasstes Sparbuch. Wenn eine Sozialeinrichtung zu mehr als der Hälfte aus Förderungen und Zuschüssen finanziert wird, dann erwarte ich mir, dass diese Einrichtung auch ordnungsgemäß geführt wird und man nicht schaltet und waltet, wie es einem gefällt“, findet Allgäuer klare Worte.

Für den FPÖ-Klubobmann steht jedenfalls fest, dass die vom Landes-Rechnungshof ausgesprochenen 31 Empfehlungen – 16 davon betreffen das interne Kontrollsystem!!! – auf Punkt und Beistrich umgesetzt werden müssen. Zudem müsse die Verantwortlichkeit sowohl auf Gesellschafterebene als auch auf politischer Ebene restlos aufgeklärt werden.

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