Aufgeschnappt – Österreich hat fast viermal so viele Asylwerber wie die EU im Schnitt
In unserer Rubrik “Aufgeschnappt” wollen wir Platz schaffen für Artikel und Leserbriefe zu interessanten Themen aus der Welt der Politik. Heute eine aktuelle Pressemeldung unseres Europaabgeorneten Mag. Franz Obermayer…
“Dass Österreichs bei der Anerkennungsrate von Asylentscheiden EU-weit auf Platz 16 liegt, lässt sich aus der jüngsten Eurostat-Veröffentlichung zweifellos herauslesen. Wer dies aber als Beleg für eine besonders harte, restriktive Vorgangsweise Österreichs im Asylwesen missbraucht, der täuscht die Bürger wissentlich und verschweigt einen wesentlichen Faktor, der ebenfalls in der Statistik aufscheint: Bei den Asylwerbern pro Million Einwohner liegt Österreich europaweit auf Platz 5″, stellt FPÖ-Europaabgeordneter Mag. Franz Obermayr richtig. Die Daten im Detail: Im EU-Schnitt fallen auf 1 Million Einwohner 520 Asylwerber, in Österreich hingegen sind es 1.890 Asylwerber pro Million Einwohner, also mehr als 3,6mal so viele. Die Anerkennungsrate liegt im EU-Schnitt bei 27,3 Prozent, in Österreich bei 21,7 Prozent. Umgelegt auf absolute Zahlen hieße das, dass EU-weit pro Million Einwohner 142 Asylanträge positiv entschieden werden, in Österreich hingegen sind es 410 positive Asylentscheidungen pro Million Einwohner. Dass man diese Zahlen zur Kritik an einer überzogen scharfen Asylpolitik missbrauchen könne, sei skandalös. Immerhin liefere der Eurostat-Bericht selbst die Erklärung für die unterschiedlich hohen Anerkennungsquoten: “Der Anteil der positiven Entscheidungen variiert deutlich zwischen den Mitgliedstaaten. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass auch die Ursprungsländer der Bewerber je nach Mitgliedstaat stark variieren.” “Im Klartext heißt das, Österreich – obwohl bei weitem nicht so exponiert gelegen wie Malta oder Zypern – nimmt viel mehr Asylanten auf, als es dem EU-Durchschnitt entspricht und ist als Sozialstaat natürlich viel attraktiver als beispielsweise Rumänien oder Bulgarien. Anstatt ständig auf den ach so harten österreichischen Gesetzen herumzureiten, die so hart nicht sein können, wie die hohe Attraktivität unseres Landes bei den Asylwerbern beweist, wäre die Asyllobby gut beraten, endlich dafür zu sorgen, dass das Dublin-2-Übereinkommen nicht ausgehöhlt wird. Demnach sind Asylanträge im Erstaufnahmeland zu stellen und nicht dort, wo es sich am besten lebt. Denn es kann nicht sein, dass die Staaten mit – noch – hohen Sozialleistungen die Gesamtlast an Asylwerbern tragen müssen”, kritisiert Obermayr.
