Aufgeschnappt: Meine Heimat Vorarlberg
In unserer neuen Rubrik “Aufgeschnappt” wollen wir Platz schaffen für Artikel und Leserbriefe zu interessanten Themen aus der Welt der Politik. Heute ein Leserbrief aus der “VN” vom 16.12.2009 von Gisela Hyden-Wehinger , “Meine Heimat Vorarlberg”.
Zu Beginn dieses Schuljahres habe ich mein sechsjähriges Enkelkind zu seinem ersten Schultag begleitet. Schon auf dem Schulhof war ich schockiert, als beim Aufrufen der Schüler(innen) kaum mehr ein einheimischer Familienname zu hören war. In der Klasse meines Enkelkindes sind von 19 Kindern nur mehr fünf Kinder mit deutscher Muttersprache. Die Kinder mit Migrationshintergrund verfügen nur über mangelhafte Deutschkenntnisse. Da wirft sich bei mir die Frage auf, welches Bildungsniveau und welchen Wissensstand haben die Schüler beim Verlassen der 4. Klasse Volksschule? Mit Widerstreben musste ich auch noch mit anhören, wie eine türkische Mutter sich bei der Schulleitung auf unverschämte Art und Weise über die Aufteilung der Kinder in den ersten Klassen beschwerte. Zu guter Letzt wurde, so hieß es aufgrund der Überzahl der Kinder mit nicht deutscher Muttersprache, nicht einmal mehr ein Gottesdienst zur Eröffnung des Schuljahres abgehalten. Dieser wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Meine Damen und Herren Politiker, es ist zwei Minuten vor Zwölf. Die Parallel-Gesellschaft gibt es längst.
