FPÖ-Kammerrat Allgäuer zum Weltmilchtag: „Bauernbund konnte EU-Versprechen zu keinem Zeitpunkt einhalten“
Handlungsspielraum der Nationalstaaten in der Landwirtschaftspolitik muss wieder ausgebaut werden.
„Sinkende Produzentenpreise einerseits, und steigende Betriebsmittelpreise auf der anderen Seite, haben jetzt endgültig in eine Sackgasse geführt. Bei Preisen von weniger als 30 Cent kann der heimische Milchbauer nicht überleben. Verschärft wird die Situation zusätzlich dadurch, dass von der heimischen Landwirtschaft nicht nur Billigpreise, sondern auch höchste Qualität verlangt wird, zum Beispiel in der Tierhaltung. Der Milchpreis muss mindestens 40 Cent betragen, ansonsten ist ein Weiterbestand der flächendeckenden Landwirtschaft in Vorarlberg gefährdet”, warnt der freiheitliche Landwirtschaftskammerrat Daniel Allgäuer zum heutigen Weltmilchtag.
„Viele Bäuerinnen und Bauern sind 1995 beim Beitritt Österreichs zur EU dem Irrglauben erlegen, es könne alles nur besser werden. Vieles hat man uns versprochen, aber nichts gehalten! Der spätere EU-Agrarkommissar Franz Fischler und der ÖVP-Bauernbund haben uns Landwirte glauben gemacht, Österreich könne innerhalb der Europäischen Union als ‚Feinkostladen’ eine Alleinstellung einnehmen. Die EU-Versprechen des Bauernbundes konnten allerdings zu keinem Zeitpunkt eingehalten werden. Jetzt großartig gegen Brüssel zu wettern, ist mehr als fadenscheinig”, so Allgäuer.
Um den Handlungsspielraum der einzelnen Mitgliedsstaaten in deren Landwirtschaftspolitik wieder auf ein notwendiges Maß auszudehnen sei eine Rückverlagerung von Kompetenzen in regionale Verantwortung unumgänglich. „Es muss vor Ort auf jeweilige Strukturunterschiede und Probleme direkt und nicht auf dem Umweg über Brüssel reagiert werden”, betont der freiheitliche Landwirtschaftskammerrat abschließend.
